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Risiken und Möglichkeiten der Vorbeugung


Damit zahlreiche Stoffwechselprozesse in deinem Körper wie gewünscht ablaufen können, werden in den Geweben verschiedene Säure-Basen-Verhältnisse benötigt. Doch manchmal kann der Säure-Basen-Haushalt nicht konstant gehalten werden und es kommt zu einer Übersäuerung des Körpers. Dies kann mit verschiedenen Beschwerden wie Müdigkeit und Energielosigkeit einhergehen und sogar Krankheiten begünstigen. Der Grund ist häufig eine unpassende Ernährungs- und Lebensweise. Lies in diesem Ratgeber, wie Du verhindern kannst, dass Dein Körper übersäuert und warum es so wichtig ist, auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu achten.

Was bedeutet Übersäuerung und wie kommt es dazu?


Zur Verwertung der Nahrung sind diverse Stoffwechselvorgänge notwendig. Dabei entstehen saure Abfallprodukte, die der Körper über verschiedene Organe wie die Leber, Nieren, den Darm und die Lungen ausscheidet, damit der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen bleibt. Dadurch wird eine Übersäuerung verhindert, doch nicht immer funktioniert dies optimal. Der pH-Wert verdeutlicht, ob eine Körperflüssigkeit sauer oder basisch ist:
- Werte von unter 7 zeigen eine Säure an
- 7 bis 14 Base

Bei einer Übersäuerung ist der Flüssigkeitsgehalt zu sauer bzw. der Säure-Basen-Haushalt unausgeglichen. Der Grund ist häufig eine Ernährung, die zu viele säurebildende Stoffe liefert. Im Gegenzug sind nicht genügend Basen vorhanden, um diese Säuren zu binden.

Zu den stark säurebildenden Lebensmitteln und Getränken gehören zum Beispiel:
- Weizenmehl, raffinierter Zucker, Süßspeisen und Backwaren
- Kohlenhydrate
- tierische Lebensmittel wie Wurst, Fleisch, Fisch und Eier
- Fast Food und Fertiggerichte
- Milch und viele Milchprodukte
- Softdrinks wie Cola
- Kaffee
- Alkohol

Synthetische Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungs- und Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Süßstoffe wie Aspartam und Nikotin begünstigen ebenso eine Übersäuerung. Das Ziel der Ernährungsumstellung besteht darin, eine Ausgeglichenheit zwischen säure- und basebildenden Lebensmitteln zu erreichen.

Basische Lebensmittel und Getränke sind:
- Sojaprodukte
- Obst, Gemüse und Salat
- Nüsse
- Kräutertees

Bei den basenbildenden Nahrungsmitteln handelt es sich um pflanzliche Kost. Daneben können Bewegungsmangel, Stress und zu wenig Flüssigkeitszufuhr zu einer Übersäuerung des Körpers führen.

Die Risiken einer Übersäuerung


Ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt beeinflusst sowohl das Wohlbefinden als auch die Gesundheit negativ, da die Nährstoffe nicht mehr optimal transportiert werden und die Hormontätigkeit erheblich beeinträchtigt wird. Wenn die Regelmechanismen, die zunächst einmal auf Hochtouren laufen, überstrapaziert sind und die Säuren aufgrund des erhöhten Überschusses nicht mehr bewältigen können, kommt es zu den Beschwerden. Durch eine Übersäuerung können die Organe chronisch erkranken. Die Symptome bleiben oftmals Jahrzehnte lang unbemerkt, bis der Körper irgendwann bereits Schaden genommen hat.

Je nach Ursache der Übersäuerung kann es zu verschiedenen Symptomen kommen, beispielsweise:
- Atemnot oder blaue Lippen bei einer atmungsbedingten Übersäuerung
- niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen
- Kopfschmerzen, Konzentrations-, Gedächtnis- und Schlafprobleme
- Tagesmüdigkeit und allgemeines Unwohlsein
- vermehrte Wasserausscheidung, da die Nieren versuchen, die Übersäuerung auszugleichen
- Hautprobleme wie Hautunreinheiten, Pickel und Akne
- übermäßiges Schwitzen
- Sodbrennen
- Wassereinlagerungen
- Schmerzen
- Muskelschmerzen und -krämpfe

Dies zeigt, dass bei einer Übersäuerung nicht sofort charakteristische, sondern unspezifische Symptome auftreten. Überschüssige Säure kann langfristig gesehen Gewebe und Organe angreifen. Dies führt schlimmstenfalls zu chronischen Beschwerden und Erkrankungen wie Osteoporose, rheumatische Arthritis, Gicht, Arteriosklerose, Gallensteine, Muskelverhärtungen, Neurodermitis, Nierensteine, Entzündungen und vieles mehr. Aufgrund des geschwächten Immunsystems kann es zu vermehrten Erkältungen und Infekten kommen. Das Ziel der Ernährungsumstellung besteht darin, eine Ausgeglichenheit zwischen säure- und basebildenden Lebensmitteln zu erreichen.

Zusammenfassung


Bei einem kurzfristigen Überschuss an Säuren ist der Organismus in der Lage, sie abzubauen. Gerät der Säure-Basen-Haushalt allerdings Jahre oder Jahrzehnte lang aus dem Gleichgewicht, wird eine chronische Übersäuerung begünstigt, die mit zahlreichen Krankheiten und Folgeschäden einhergehen kann. Schuld sind meist eine ungesunde Ernährung mit zu vielen säurebildenden Lebensmitteln und ein ungünstiger Lebensstil aufgrund von Bewegungsmangel oder Stress. Achte darauf, dass Du zunehmend basenbildende Lebensmittel in Deinen Speiseplan integrierst, dabei jedoch nicht gänzlich auf säurebildende Lebensmittel verzichtest.

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