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Wechseljahre - was kann ich gegen die Beschwerden tun?


Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, dies sind die typischen Beschwerden, die während der Menopause auftreten können. Vermeiden lassen sich die Wechseljahre nicht, denn sie sind ein natürlicher Vorgang. Doch Du kannst eine Menge tun, um die Zeit der Hormonumstellung erträglicher zu machen. In vielen Fällen genügt bereits eine bewusste Lebensweise, um den Beschwerden entgegenzuwirken. Warum kommt es zu Wechseljahresbeschwerden?

In der Zeit der Menopause erfolgt im weiblichen Körper eine hormonelle Umstellung zur unfruchtbaren Phase. Die Eierstöcke reduzieren die Hormonproduktion erheblich. Sie beginnt bei vielen Frauen um den 50. Geburtstag, teilweise auch viel früher oder später. Sie hält durchschnittlich sechs Jahre an. Sie endet mit dem Ausbleiben der Periode. Im Anschluss stabilisiert sich der Hormonhaushalt wieder, da sich der Körper auf die veränderte Hormonkonzentration eingestellt hat. Doch bis es so weit ist, verursacht diese Übergangsphase bei rund 60 % der Frauen Beschwerden. Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind die mit Abstand am häufigsten genannten Symptome. Daraus resultieren nicht selten Schlafstörungen. Ebenso möglich sind:
- Schwindel
- Unruhe und Angst
- Herzrasen
- Stimmungsschwankungen bis hin zu depressive Verstimmungen
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsprobleme und Leistungsabfall
- verringerter Sexualtrieb
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Probleme mit der Blase

Was kannst Du gegen die Wechseljahresbeschwerden tun?


Bewusste Ernährung und gesunde Lebensweise

Die Ernährung sollte an die Umstellung des Körpers angepasst werden, um die Beschwerden zu lindern. Ideal ist die mediterrane Küche. Gut helfen soll ein Stück Lachs, der mit Knoblauch angebraten wird: Diese zwei Zutaten können den Östrogenmangel ausgleichen und Wechseljahresbeschwerden lindern. Die Ernährung sollte aus vollwertigen Nahrungsmitteln bestehen, die viele Nährstoffe und wenige Kalorien enthalten. Dazu gehören beispielsweise:
- Hülsenfrüchte
- Getreide- und Vollkornprodukte
- Obst und Gemüse
- Salate

Der Großteil der Auswahl sollte auf Pflanzen basieren. Daneben sollten Stress und Schlafmangel vermieden werden, denn dadurch kann das Gleichgewicht zusätzlich gestört werden. Frauen, die sich ausreichend bewegen, leiden erfahrungsgemäß seltener unter Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen.

Pflanzliche Mittel


Bei den Wechseljahren können pflanzliche Arzneimittel hilfreich sein, beispielsweise Extrakte von Mönchspfeffer. Sie versorgen Deinen Körper mit Phytohormonen, deren Wirkung denen der menschlichen Hormone ähnelt. Auch die Traubensilberkerze wirkt gegen verschiedene Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Schwindel. Bei leichten bis mittelschweren Depressionen kann Johanniskraut helfen, denn es hat eine stimmungsaufhellende Wirkung. Bei Schlafstörungen haben sich Heilpflanzen wie Baldrian, Hopfen oder Melisse bewährt.

Hormontherapie - zur Linderung starker Beschwerden


Sind die Beschwerden stark ausgeprägt und schränken Deinen Alltag erheblich ein, kann Dein Arzt eine Hormonersatztherapie verschreiben, beispielsweise in der Form von:
- Tabletten
- Cremes
- Pflaster
- Zäpfchen
- Nasensprays
- Spritze

Hierbei nimmst Du die Hormone ein, die Dein Körper nicht mehr selbst produzieren kann. Zum Teil kommen lediglich Östrogene zum Einsatz, während bei anderen Frauen Östrogen und Gestagen kombiniert werden. Dies führt zur Linderung der Symptome. Die Therapie sollte nur, wenn nötig und so lange wie erforderlich durchgeführt werden, denn dem positiven Effekt steht ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen wie Thrombose, Brust- und Gebärmutterkrebs gegenüber.

Zusammenfassung


Leichte Beschwerden lassen sich in den Wechseljahren oftmals durch eine Veränderung der Ernährung und Lebensweise beheben. Hormone sollten nur bei starken Beeinträchtigungen oder gesundheitlichen Risiken zum Einsatz kommen.

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