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Klassisches Heilkraut aus der Frauenheilkunde


Die Schafgarbe ist ein typisches Frauenkraut, das schon Hildegard von Bingen einzusetzen wusste. Die Heilpflanze beugt Menstruationsschmerzen vor und hilft bei schwacher oder zu starker Menstruation sowie bei Nasenbluten. Für die innere und äußere Anwendung werden Blätter, Blüten und Stängel der genügsamen Pflanze verarbeitet. Die meisten Wirkstoffe enthält die Schafgarbe übrigens zur Mittagszeit im Sommer.

Die Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler und blüht von März bis Oktober. Die Heilpflanze mit ihren feinen, weißen Blüten mag es gerne trocken und ist auf Wiesen und an Wegrändern zu finden.

Heilende Wirkung der Schafgarbe


Neben ihrer blut- und schmerzstillenden Wirkung hat die Schafgarbe einen positiven Einfluss auf einen schwachen Kreislauf, geschwollene Füße und Krampfadern. Darüber hinaus beruhigt sie und kann bei Migräne und Kopfschmerzen helfen. Schafgarbe wirkt außerdem entkrampfend bei Blähungen oder Magenschmerzen und regt den Appetit und die Verdauung an. Eine Tinktur mit Schafgarbe ist ein wunderbares Notfallmittel bei Nasenbluten und Schnittwunden.

Hinweis: Einige Menschen reagieren besonders empfindlich auf die Schafgarbe und bemerken eine allergische Reaktion der Haut. Vor der Anwendung ist es deshalb empfehlenswert, etwas Pflanzensaft auf die Haut aufzutragen.

Tipps für die Verarbeitung von Schafgarbe

Für die innere Anwendung eignet sich ein frisch gepresster Schafgarben-Saft besonders gut. Bis zu drei Mal täglich können Sie einen Teelöffel des Saftes mit einem Glas Wasser verdünnen. Für einen Tee übergießen Sie einfach 1 Teelöffel des frischen oder getrockneten Krauts mit 200 ml kochendem Wasser und lassen ihn etwa 10 Minuten ziehen. Mehr als drei Tassen pro Tag sollten nicht getrunken werden. Äußerlich angewendet helfen Tee-Kompressen bei unreiner und fettiger Haut. Der würzige Geschmack des Krauts ist ideal für Brotaufstriche, Kräuterbutter oder Kräutersalze geeignet. Am besten werden die jungen, noch sehr zarten Blätter verwendet. Diese eignen sich zusammen mit den Blüten sehr gut für einen leckeren Salat. Äußerlich findet die Heilpflanze für Kompressen, Waschungen oder Bäder Verwendung.
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Multitalent Beifuß: ein Gewürz- und Heilkraut mit langer Tradition

Dem unscheinbaren Beifuß sieht man nicht an, was in ihm steckt. Die Pflanze mit ihren schmalen, grau-grünen Blättern und kleinen Blüten ist seit der Antike ein bekanntes Heilkraut. Sein feinherbes Aroma verfeinert Fleisch- und Gemüsegerichte. Was es Wissenswertes über diese vielseitige Pflanze zu sagen gibt, erfährst Du in diesem Blog.

Der Beifuß: ein Kurzprofil


Der Gemeine Beifuß oder Gewürzbeifuß trägt den lateinischen Namen Artemisia vulgaris. Er zählt zu den Artemisiagewächsen innerhalb der Familie der Korbblütler. Verwandt ist er beispielsweise mit dem Estragon, dem Wermut sowie der Eberraute. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf die gesamte Nordhalbkugel. In Asien und Südosteuropa sind weitere Varietäten der Beifußpflanze zu finden. Aufgrund seiner weiten Verbreitung gibt es zahlreiche regionale Bezeichnungen für die Pflanze, beispielsweise: Sonnenwendkraut, Gänsekraut, Johannesgürtelkraut, Magert oder Fliegenkraut. Der Beifuß bevorzugt stickstoffhaltige Böden. Daher gibt ein dichter Beifußbewuchs einen Hinweis auf die Bodenbeschaffenheit.

Beifuß und Gesundheit: Wer kann ihn als Heilpflanze nutzen?


Der Beifuß enthält eine Reihe wirksamer Inhaltsstoffe. Hierzu zählen Bitterstoffe, ätherische Öle, Flavonoide und Cumarine. In der Antike war der Beifuß ein wichtiges Mittel in der Frauenheilkunde. Außerdem wurde er bei Beinbeschwerden sowie Verdauungsproblemen eingesetzt. Im Mittelalter war er fester Bestandteil in den Heilkräutergärten der Klöster. Heute spielt er in der Medizin eine untergeordnete Rolle. Beifußtee kann entspannend bei Stress oder Menstruationsbeschwerden wirken. Seine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung wirkt lindernd bei Problemen im Bereich des Magen-Darm-Trakts.
Nicht für jeden ist der Beifuß unbedenklich. Schwangere sollten Beifußprodukte meiden, da die Inhaltsstoffe möglicherweise zu Komplikationen führen. Beifußpollen können bei einer bestehenden Beifußallergie starke Symptome hervorrufen. Während der Blütezeit im Sommer kommt es zu Reizungen der Schleimhäute, zu Atemproblemen oder Ekzemen. Kreuzallergien treten häufig auf. Wer auf Beifuß reagiert, zeigt oft ebenfalls allergische Symptome bei Ambrosiapollen, Anis, Fenchelsamen, Trauben, Sonnenblumenkernen sowie anderen Gewürzen und Früchten.

Gewürzkraut Beifuß: Verwendung und Anzucht


Heutzutage ist der Beifuß vor allem als Küchenkraut bekannt. Er passt ausgezeichnet zu deftigen und fetten Fleischgerichten. Das Paradebeispiel ist die traditionelle Weihnachtsgans. Für die Zubereitung von fetten Fischarten lässt er sich ebenso gut verwenden wir für kräftige Eintöpfe und Suppen aus Kartoffeln, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchten oder Pilzen. Die Kombination aus Zitrusfrüchten und Beifuß ergibt ein besonders köstliches Ergebnis. Denn der säuerliche Orangen- oder Zitronengeschmack harmoniert hervorragend mit dem würzigen, leicht bittereren Beifußaroma. Damit sich das typische Würzaroma gut entfalten kann, musst Du das Gewürzkraut über einen längeren Zeitraum erhitzen.
Du kannst Beifuß frisch oder getrocknet auf dem Wochenmarkt oder in gut sortierten Lebensmittelabteilungen kaufen. Eine Alternative ist, ihn selbst zu ziehen. Für einen kleineren Kräutertopf eignet er sich jedoch nicht. Der Beifuß kann bis zu zwei Metern hoch werden und neigt zum Wuchern. Er ist relativ anspruchslos und kommt mit verschiedenen Böden gut zurecht. Ausreichend Sonne hilft ihm, seine Aromastoffe gut zu entwickeln. Die Aussaat für das Freiland erfolgt - je nach Region und Klima - im Frühjahr oder späten Frühjahr. Damit das Kraut nicht zu bitter wird, solltest Du ihn ernten, bevor sich die Blüten öffnen. Du kannst Beifuß frisch verwenden. Pflanzen, die Du nicht verbrauchst, bindest Du zu Sträußchen zusammen und lässt sie trocknen.
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Hypericum perforatum, besser bekannt als Johanniskraut, zählt wohl zu den gängigsten Mittsommerpflanzen. Die Pflanze ist in Nordasien, Nordafrika und in Europa beheimatet. Namensgeber ist "Johannis der Täufer", welcher am 24. Juni (28 n. Chr.) geboren wurde und als jüdischer Bußprediger bekannt war.

Gelbe Blüten von Juni bis September


Der 24. Juni definiert die Zeit um die Sommersonnenwende herum, wenn das Johanniskraut an Wegrändern und Böschungen zu sehen ist, wo es seine leuchtend gelben Blüten öffnet. Die Pflanze ist sehr robust und schafft es sogar auf Schuttplätzen zu wuchern. Sie gehört zu den Johanniskräutern (Hypericaceae), welche folgende Pflanzen umfassen:

Schafgarbe
Kamille
Eisenkraut
Beifuß

Der Schweizer Arzt Theophrastus Bombast von Hohenheim welcher "Paracelsus" genannt wurde, wusste seinerzeit bereits um die Fähigkeit der Pflanze, traurige Gemüter mit wärmenden Sonnenstrahlen zu erhellen. Lange Zeit ist dieses Wissen in Vergessenheit geraten, bis die gemüterhellende Wirkung in den 70er-Jahren im Rahmen von Studien aufgegriffen und bestätigt werden konnte. Seitdem gilt das Johanniskraut als bedeutendes Antidepressivum auf pflanzlicher Basis.

Wie sieht die Verwendung im Detail aus?


Um die Pflanze zu verarbeiten, werden nicht nur die Blüten sondern auch das gesamte oberirdische Kraut verwendet. Die häufigsten Verarbeitungsformen definieren sich über angesetztes Öl, Tinkturen und Aufgussgetränken. Die umfangreiche Industrie der Nahrungsergänzungsmittel vereinfachte die Darreichungsform durch gepresste Kapseln, welche zur Beruhigung eingenommen werden können.

Eine Heilpflanze mit vielen Beinamen


Die volkstümlichen Namen lehnen sich an diverse Legenden. Einer der Namen lautet "Jesuswundenkraut" und bezieht sich der Legende nach auf die "Johanniskrautstängel", welche unter dem Kreuz Christi wuchsen. Auch bezeichnet als "Herrgottsblut" und "Kreuz-Christi-Kraut" hat die Pflanze angeblich die Blutstropfen des Sohn Gottes aufgefangen. Weitere Namen des Johanniskrauts:

Unser Frauen-Bettstroh
Mannskraft
Frauenkraut
Marienkraut

Interessant: Selbst der Teufel soll vor Johanniskraut die Flucht ergreifen, weshalb die Pflanze auch als "Teufelsflucht" bezeichnet wird.

Die Heilpflanze ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen:

Phytosterin
Hypericin
Rutin
Hyperforin
Querticin
Cholin
Flavonoide
Gerbstoffe
ätherisches Öl

Welche Wirkung kann ich vom Johanniskraut erwarten?


Aufgrund der zahlreichen Inhaltsstoffe, besticht die Heilpflanze gleich durch eine ganze Reihe positiver Eigenschaften, welche sich wohltuend auf den menschlichen Körper auswirken:

antidepressiv
entzündungshemmend
nervenstärkend
schmerzlindernd
beruhigend

Und auch wenn es sich um ein Kraut handelt, welches im Hochbeet oder im Kräutergarten eine gute Figur macht, so findet die Pflanze in der Küche keine Verwendung. Stattdessen konnte sich das Johanniskraut nicht nur in der Naturheilkunde sondern auch in der Schulmedizin etablieren, da die nervenstärkende Wirkung mit Erfolg zur unterstützenden Behandlung von weit verbreiteten psychischen Erkrankungen wie Depressionen, eingesetzt wird.

Wirksam aber keine gesamtheitliche Lösung


Allerdings wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die empfohlene Tagesdosis von natürlichen Johanniskraut-Präparaten nicht ausreicht, um depressive Stimmungen vollständig aufzulösen. Die Wirkung der Heilpflanze ist zwar bewiesen aber in ihrer Intensität überschaubar. Der "sanfte Helfer" kann bei leichten Ängsten oder leichten Schlafstörungen Linderung verschaffen. Und auch wenn die Tage im Winter kurz und vor allem grau sind, kann das Johanniskraut ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

Was hat Rotöl mit Johanniskraut zu tun?


Bei der sogenannten Mazeration handelt es sich um einen Kaltwasserentzug. Das Verfahren wird angewandt, um pflanzliche Rohstoffe zu lösen. Werden dabei die Blüten des Johanniskrauts mazeriert, entsteht Rotöl welches primär bei Muskelkater, Verspannungen und Rückenschmerzen angewendet wird. Dazu wird das Öl auf die schmerzenden Körperstellen aufgetragen und gründlich einmassiert. Zudem kann das Rotöl genutzt werden, um Verbrennungen, Wunden, Narben und Sonnenbrand zu lindern, sowie deren Heilungsprozess zu beschleunigen. Innerlich angewendet, hilft Rotöl dabei Beschwerden im Magen- Darmtrakt zu regulieren. Auch hier berichten viele Patienten zusätzlich von einer schmerzlindernden und wohltuenden Wirkung nach der oralen Einnahme.
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